10הַקָּדוֹשׁ בָּרוּךְ הוּא מַכִּיר אֲמִתּוֹ וְיוֹדֵעַ אוֹתָהּ כְּמוֹ שֶׁהִיא. וְאֵינוֹ יוֹדֵעַ בְּדֵעָה שֶׁהִיא חוּץ מִמֶּנּוּ כְּמוֹ שֶׁאָנוּ יוֹדְעִין. שֶׁאֵין אָנוּ וְדַעְתֵּנוּ אֶחָד אֲבָל הַבּוֹרֵא יִתְבָּרַךְ הוּא וְדַעְתּוֹ וְחַיָּיו אֶחָד מִכָּל צַד וּמִכָּל פִּנָּה וּבְכָל דֶּרֶךְ יִחוּד. שֶׁאִלְמָלֵי הָיָה חַי בַּחַיִּים וְיוֹדֵעַ בְּדֵעָה חוּץ מִמֶּנּוּ הָיוּ שָׁם אֱלֹהוּת הַרְבֵּה הוּא וְחַיָּיו וְדַעְתּוֹ, וְאֵין הַדָּבָר כֵּן אֶלָּא אֶחָד מִכָּל צַד וּמִכָּל פִּנָּה וּבְכָל דֶּרֶךְ יִחוּד. נִמְצֵאתָ אַתָּה אוֹמֵר הוּא הַיּוֹדֵעַ וְהוּא הַיָּדוּעַ וְהוּא הַדֵּעָה עַצְמָהּ הַכּל אֶחָד. וְדָבָר זֶה אֵין כֹּחַ בַּפֶּה לְאָמְרוֹ וְלֹא בָּאֹזֶן לְשָׁמְעוֹ וְלֹא בְּלֵב הָאָדָם לְהַכִּירוֹ עַל בֻּרְיוֹ. וּלְפִיכָךְ אוֹמֵר חֵי פַרְעֹה וְחֵי נַפְשְׁךָ וְאֵין אוֹמֵר חֵי ה' אֶלָּא חַי ה'. שֶׁאֵין הַבּוֹרֵא וְחַיָּיו שְׁנַיִם כְּמוֹ חַיֵּי הַגּוּפִים הַחַיִּים אוֹ כְּחַיֵּי הַמַּלְאָכִים. לְפִיכָךְ אֵינוֹ מַכִּיר הַבְּרוּאִים וְיוֹדְעָם מֵחֲמַת הַבְּרוּאִים כְּמוֹ שֶׁאָנוּ יוֹדְעִין אוֹתָם אֶלָּא מֵחֲמַת עַצְמוֹ יְדָעֵם. לְפִיכָךְ מִפְּנֵי שֶׁהוּא יוֹדֵעַ עַצְמוֹ יוֹדֵעַ הַכּל שֶׁהַכּל נִסְמָךְ לוֹ בַּהֲוָיָתוֹ:
10) Der Heilige, Gelobt sei dessen Name, ist sich Seiner Wahrheit bewusst und kennt sie, wie sie an und für sich ist, aber nicht mit solcher Kenntnis, die außer ihm, so wie wir uns erkennen, indem wir und unsere Erkenntnis nicht eins und dasselbe sind; sondern der Schöpfer— gelobt sei Er — und dessen Wissen und dessen Leben, machen in jeder Hinsicht, in jeder Beziehung, und auf jede Weise, bloß eine Einheit aus. Denn könnte man annehmen, dass Sein Leben, Seine Erkenntnis außer Ihm seien, so müsste man mehrere Gottheiten voraussehen, nämlich Ihn selbst, Sein Leben und Seine Erkenntnis. Da nun schon erwiesen, dass dem nicht so ist, so muss notwendig Gott in jeder Hinsicht, in jeder Beziehung und auf jede Weise einzig sein; folglich er der Wissende, das ihm Bewusste und das Wissen zusammen auch nur eine Einheit bilden. Es fehlt dem Sprachorgane die Kraft es deutlich auszudrücken, noch vermag das Hörorgan es deutlich zu vernehmen, noch das menschliche Herz, es klar zu erfassen. So heißt es auch vom Menschen (Gen. 17:15,16) «beim Leben Pharaos« oder »beim Leben deiner Seele.« Von Gott wird aber nicht «beim Leben Gottes«, sondern (Richter 8:19) »so wahr Gott lebt« gesagt, um zu zeigen, dass der Schöpfer und Sein Leben nicht etwa wie bei allen lebenden Körpern und lebenden Geistern zwei Gegenstände ausmachen; dem zu Folge besteht Seine Kenntnis der Geschöpfe nicht in Verhältnis zu den Geschöpfen, so wie wir sie erkennen, sondern er kennt sie Seiner selbst willen; da er sich Seiner selbst bewusst, so kennt er Alles, weil Alles bloß durch Sein Dasein besteht.